Der Binando Newsletter

Alle Binando Updates direkt in Ihr Postfach!

Einfach erklärt: Wie funktioniert Smart Waste Management

Tatjana Krieger
31. Aug 18

Wie schaut eine optimale Route für das Smart Waste Management aus? Einfach erklärt: Wie funktioniert Smart Waste Management Die Digitalisierung schafft zahlreiche Chiffren, die nicht immer geläufig sind – obwohl sie alle Menschen angehen. Smart Waste Management etwa gehört zu den Kernaufgaben in der Smart City. Wenn Bewohner von Ballungsräumen nicht in Verkehr, Emissionen und eigenen Hinterlassenschaften untergehen wollen, sind bessere Konzepte für die kommunale Abfallentsorgung essenziel. Wie aber funktioniert Smart Waste Management genau? Und welche Rolle spielt das Internet der Dinge? Kommunizierende Tonnen Wie Bildungswesen, Wirtschaftsleben oder Mobilität ist auch das Abfall- und Entsorgungswesen einem rasanten Wandel durch die Digitalisierung unterworfen und tritt in der Smart City unter dem Schlagwort Smart Waste Management in Erscheinung. Smart Waste Management meint im Kern den Dreiklang aus Hardware, Software und einem Algorithmus, der das System der Abfallentsorgung auf Effizienz trimmt. Dies geschieht, indem Sensoren den Füllstand in Abfallcontainern messen und die Messdaten an eine Software weiterleiten, bevor die ideale Abholroute für den Folgetag errechnet wird. IoT-Anwendungen verringern überflüssige Leerfahrten und tragen zur Verringerung von Verkehrsaufkommen und Schadstoffausstoß bei. Gleichzeitig individualisieren sie die Abhollogistik, indem sie sich konsequent am tatsächlichen Bedarf ausrichten. Logistikoptimierung in vier Schritten Sensor: Erste Voraussetzung für ein intelligentes Abfall- und Entsorgungskonzept, ist, dass Mülltonnen und Abfallcontainer mit einem Sensor ausgestattet werden. Das technische Accessoire lässt sich an der Innenseite des Deckels befestigen. Die Montage ist auch bei bereits vorhandenen Behältern möglich. Eine Nachrüstung erfolgt schnell und unkompliziert. Nur wenige Handgriffe verwandeln eine einfache Mülltonne in Teil eines komplexen, hochmodernen Systems. Füllstandmessung: Der Sensor ist aktiviert und beginnt, den Füllstand im Behälter zu erfassen. Rund um die Uhr überwacht er den Container und überträgt die Messergebnisse, beispielsweise über das Mobilfunknetz GSM, an eine Smart-Waste-Management-Software. Die Daten liegen jetzt auf dem Server und warten darauf weiterverarbeitet zu werden. Smart-Waste-Management-Software: Auf einen Impuls hin erwacht der Algorithmus und nimmt seine Arbeit auf. Aus den empfangenen Daten fischt er die Container heraus, die geleert werden müssen, weil sie an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt sind. Er weiß nicht nur, wie voll die Behälter sind, sondern auch, wo sie genau stehen. Aus diesen Informationen errechnet er die effizienteste Route für die anstehende Leerung. Abholung: Wenn der Entsorgungsmitarbeiter morgens in sein Abholfahrzeug steigt, ist der Fahrplan für den Tag schon auf Tablet-PC oder Smartphone aufgespielt. Die Wegstrecke ist von nun an jeden Tag eine andere. Eine Routing-App führt ihn genau dorthin, wo er gebraucht wird, weil die Abfallcontainer voll sind. Notfalls auch um Staus oder Starkregengebiete herum. Keine sinnlosen Fahrten, keine Umwege mehr – aber auch keine Warterei seitens der Bevölkerung, wenn die Abfallbehälter einmal schneller gefüllt sind als vorgesehen. Daneben helfen verschiedene Zusatzfunktionen, das Abfall- und Entsorgungswesen weiter zu verbessern. Die Anwendung von Binando umfasst neben einem Flotten – und Auftragsmanagement auch ein GPS-Live-Tracking der Fahrzeuge. Disponent und Fahrer können über das Dashbord jederzeit bequem und einfach Informationen austauschen – entweder über den Webbrowser oder direkt in der Routing-App von Binando. Voller vs. Leerer Behälter im Smart Waste Management Smarte Lösungsansätze heute schon Realität Die für ein intelligentes Smart Waste Management notwendigen Technologien stehen heute bereits zur Verfügung. GSM, LoRaWAN oder Nb-iot sind gleichermaßen als Kommunikationstechnologien geeignet; Anwendungen lassenn sich aber auch an andere, erst zu entwickelnde Kommunikationstechnologien anpassen. Die Software von Binando umfasst sämtliche Funktionen für ein effizientes Smart Waste Management: Sie bietet einen Überblick über die verwalteten Container, ermittelt den jeweiligen Füllstand, berechnet die optimale Abholroute und teilt sie mit den Entsorgungsfahrzeugung. Neben der Software stammen auch die Sensoren von Binando aus eigener Herstellung und sind damit ideal für die Verwendung im Abfall- und Entsorgungswesen abgestimmt.

Weiterlesen...

Wörterbuch der Digitalisierung: Was ist Smart Waste Management?

Tatjana Krieger
13. Jul 18

Wörterbuch der Digitalisierung: Was ist Smart Waste Management? Was ist Smart Waste Management? Clevere digitale Konzepte für die Abfallwirtschaft und das Entsorgungswesen gehören zu den integralen Bestandteilen der Smart City. Indem technologische Anwendungen Abfallmengen an den Sammelstellen messen und die Daten in intelligente Abholrouten übersetzen, tragen sie dazu bei, dass Städte lebenswert bleiben. Megatrend Urbanisierung In der Stadt leben oder auf dem Land? Immer mehr Menschen haben auf diese Frage eine klare Antwort – und drängen in die Städte. Ballungsräume, die ohnehin schon mit Infrastrukturproblemen, Verkehrskollaps, Emissionen und knappen Haushaltsbudgets zu kämpfen haben, geraten durch den Zuzug sowie das allgemeine Bevölkerungswachstum unter Druck. Während in den 1950er Jahren nicht einmal ein Drittel der Erdbevölkerung in Städten lebte, werden es Berechnungen der UN zufolge im Jahr 2050 zwei Drittel sein. Gleichzeitig versprechen Modelle der Smart City, dass sich auch in der Megapolis der Zukunft angenehm leben lässt: Intelligente technologische Lösungen für Verkehr, Bildungswesen oder Energie zeichnen die Vision eines effizienten, nachhaltigen und sauberen urbanen Lebensraums. Abfallentsorgung bleibt ein drängendes Problem Wichtiger Bestandteil der digitalisierten Stadt ist das Smart Waste Management. Was aber ist Smart Waste Management? Wie genau lässt sich damit das Leben der Bevölkerung verbessern? In Deutschland gehört Müllreduktion zu den erklärten Zielen der Bundesregierung. Dennoch fallen pro Jahr rund 50 Millionen Tonnen Siedlungsabfälle an. Diese von Haushalten und Gewerbe verursachten Abfälle werden nach Rohstoffgruppen getrennt gesammelt, abgeholt und möglichst der Wiederverwertung zugeführt. Die Schwachstelle im System offenbart sich bei der Abhol-Logistik: Sie ist nach einem starren Zeitplan organisiert, statt sich am tatsächlichen Bedarf zu orientieren. Wenn die Tonnen eines Einfamilienhauses mittwochs geleert werden, kommt das Entsorgungsfahrzeug jeden Mittwoch. Sogar, wenn die Familie in die Sommerferien gefahren ist und keinen Müll verursacht. Zugleich sind es gerade Siedlungsabfälle, die einen hohen Abholaufwand verursachen: Jedes Haus, jedes Gebäude und alle öffentliche Sammelstellen müssen angefahren werden – und zwar für vergleichsweise kleine Mengen Abfall. Für eine Stadt bedeutet das Belastungen durch Verkehrsaufkommen, Lärm und Abgase. Gleichzeitig ist es für Entsorgungsunternehmen nicht effizient, halb- oder viertelvolle Container anzusteuern. Genau an dieser Stelle setzt Smart Waste Management an. Smart Waste Management einfach erklärt Digitale Entsorgungskonzepte setzen auf ein Zusammenspiel von Messeinrichtung, Software und Algorithmus. Dafür werden Müllcontainer mit intelligenten Sensoren ausgestattet. Infrage kommen sowohl neue Container als auch bereits vorhandene Tonnen, die sich nachrüsten lassen. Die Sensoren ermitteln mithilfe unterschiedlicher Technologien, zum Beispiel Ultraschall, den Füllstand von Papier-, Glas- oder Restmüllbehälter. Die erhobenen Daten werden im Rahmen einer IoT-Lösung an eine Software übertragen. Diese erfasst die Füllstandmenge und veranlasst, dass ein Algorithmus die optimale Abholroute errechnet. Die Berechnung berücksichtigt lediglich diejenigen Container, die vollständig gefüllt und damit bereit sind für eine Leerung. In der Folge ändern sich die Wege der Abholfahrzeuge von Tag zu Tag. Leerfahrten fallen in diesem automatisierten System weg. Profiteure von Smart Waste Management Die Vorteile einer effizienten Routenplanung durch Smart Waste Management liegen auf der Hand: Indem Abholfahrzeuge ausschließlich notwendige Strecken zurücklegen, wird der Stadtverkehr entlastet. Die Lärm- und Geruchsbelästigung durch Müllfahrzeuge geht zurück, der Schadstoffausstoß sinkt. Die Stadt und ihre Bürger können wieder besser durchatmen. Die Umwelt wird entlastet, da weniger CO₂ in die Luft gelangt. Umgekehrt wird sichergestellt, dass volle Abfallcontainer schnellstmöglich geleert werden – notfalls häufiger, als es ein starrer Wochenplan vorsehen würde. Überfüllte Mülltonnen, welche tagelang die Gehwege versperren, gehören damit der Vergangenheit an. Durch individuell angepasste Bezahlmodelle hat der Bürger zudem die Chance, Geld zu sparen. Denkbar ist etwa eine Pay-as-you-throw-Lösung, bei der ein Kunde nur für die Entsorgungsleistung aufkommt, die er tatsächlich verursacht. Müllvermeidung wird auf diese Weise belohnt. Gleichzeitig bietet Smart Waste Management der Abfallwirtschaft die Möglichkeit, ihre Abläufe zu optimieren. Wenn Leerfahrten entfallen, sparen Recycling-Unternehmen Zeit und Geld, das sich an anderer Stelle investieren lässt. Wo gibt es smarte Abfallcontainer? Schon heute stehen intelligente Anwendungen zur Verfügung, die den Weg in ein modernes Smart Waste Management weisen. Die Lösung von Binando stellt ein in sich geschlossenes System dar und besteht aus Sensor, Software sowie Navigation, welche Fahrzeuge zuverlässig zu den zu leerenden Containern führt. Im Rahmen von Pilotprojekten und in Kooperation mit Vertretern der Entsorgungs- und Abfallwirtschaft stattet Binando derzeit verschiedene Städte mit seiner Smart-Waste-Management-Lösung aus.

Weiterlesen...

Abfallwirtschaft gestern und heute – Wie wird Müll entsorgt?

Tatjana Krieger
04. Jul 18

Ein Thema, das uns alle angeht: Wie wird Müll entsorgt? Aus den Augen, aus dem Sinn? Auf Abfall trifft das uneingeschränkt zu. Für die meisten Menschen ist Müll vor allem: für die Tonne. Was anschließend mit Pappe, Plastik und Papier geschieht, wissen die wenigsten genau. Dabei steckt hinter unserem Entsorgungswesen ein ausgeklügeltes System der Abfallwirtschaft. Früher war alles weniger – aber war es auch besser? Seit die Menschheit in großen Gemeinschaften zusammenlebt, muss sie eine Antwort auf die Frage finden: Wie wird Müll entsorgt? Schon das alte Rom kannte Bedienstete, sogenannte Ädilen, die sich um die Sauberkeit auf den Straßen und Plätzen kümmerten. Ignorierte ein Hausbesitzer seine Pflicht, den öffentlichen Raum vor seinem Gebäude rein zu halten, musste er mit einer Ermahnung rechnen. Damals landete der Hausmüll größtenteils mit dem Abwasser - über die Kanalisation oder über Straßenrinnen - in der Umwelt. Lediglich wertvollere Abfälle wie Glas und Metall wurden damals bereits gesammelt, eingeschmolzen und zu neuen Gegenständen verarbeitet. Von der Wegwerfgesellschaft zur komplexen Abfallwirtschaft Das Müllaufkommen von heute ist nicht mehr zu vergleichen mit dem der Antike. Zwar gilt Abfallvermeidung und nachhaltiger Umgang mit Ressourcen als erstrebenswertes Ideal. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus: Pro Person und Jahr produziert jeder Deutsche statistisch 626 Kilo Müll. Das ist deutlich mehr als der gesamteuropäische Pro-Kopf-Durchschnitt von 480 Kilo jährlich. Um der Müllmassen Herr zu werden, setzt die Abfallwirtschaft vor allem auf Trennung und Recycling der einzelnen Wertstoffgruppen. Papier und Glas etwa werden in eigenen Containern gesammelt und der Wiederverwertung zugeführt. Die Gelbe Tonne ist für Verpackungen aus Metall, Kunststoff oder Verbundstoffen vorgesehen, von wo aus diese Materialien in den Recyclingkreislauf gelangen. Bioabfälle verwandeln sich in Kompost für Landwirtschaft und Gartenbau oder in Biogas. Restmüll, der sich nicht anderweitig verwerten lässt, wird verbrannt oder landet auf Mülldeponien. Im Jahr 2016 haben die Mitgliedstaaten der EU 30 Prozent der Abfälle recycelt und 17 Prozent kompostiert. Verbrannt und deponiert wurden jeweils 27 und 25 Prozent des Abfallaufkommens. Entsorgungslogistik: Fehler im System Obwohl der Anteil wiederverwerteter Rohstoffe kontinuierlich steigt, hat das Gesamtverfahren der Abfallwirtschaft Lücken. Insbesondere das Einsammeln von Wertstoffen lässt sich verbessern. Denn zumeist fahren die Abholfahrzeuge des Entsorgungswesens Müllcontainer nach einem festen Zeitplan an. Dieser Fahrplan ist starr, unflexibel und richtet sich nicht nach dem realen Bedarf. Die Leerung wird auch dann vorgenommen, wenn ein Sammelcontainer, zum Beispiel für Glas, nur zur Hälfte gefüllt ist. Die Konsequenz sind unnötige Fahrten, ineffizientes Zeitmanagement und eine überhöhte Belastung der Umwelt mit Emissionen. Während Städte und Gemeinden darum ringen, den drohenden Verkehrskollaps abzuwenden, ist es auch für die Entsorgungslogistik höchste Zeit, neue Konzepte zu erproben und ihre Prozesse auf Effizient zu trimmen. Ein Ausblick: Die Abfallwirtschaft wird smart Entsorgungswesen und Smart City? Wie passen störende Gerüche sowie Abfall und die Vision einer sauberen, grünen und emissionsarmen Stadt zusammen? Die Antwort lautet: ganz ausgezeichnet. Smart Waste Management ist ein zentraler Bestandteil von intelligenten, digitalisierten und vernetzten Metropolen. Die Frage „Wie wird Müll entsorgt?“ wird die Smart City mit neuen und innovativen Ansätzen beantworten. Digitale Technologien, das Internet der Dinge, welches Gegenständen erlaubt, Informationen austauschen, und Algorithmen, die in komplexen Szenarien optimale Lösungen errechnen, haben das Potenzial, die Abfalllogistik zu revolutionieren. Mit Anwendungen wie Binando lassen sich Abholfahrzeuge nicht nur über die ideale Wegstrecke navigieren. Container werden erst dann angesteuert, wenn eine Leerung erforderlich ist. In der Folge sinken Zeitaufwand sowie Abgasausstoß; der Verkehr und die Umwelt werden entlastet.

Weiterlesen...

Die Zukunft hat begonnen: Was ist eine Smart City?

Tatjana Krieger
15. Jun 18

Die Zukunft hat begonnen: Was ist eine Smart City? Die Stadt von morgen ist digitalisiert, vernetzt und intelligent. Informations- und Kommunikationstechnologien schonen Ressourcen und sorgen für höchstmögliche Effizienz sowie für eine lebenswerte Umgebung. Was ist eine Smart City aber genau und was kennzeichnet sie? Was ist eine Smart City? Die Smart City ist einfach clever: Sie nutzt moderne Informations- und Kommunikationstechnologien, damit auch große Ballungsräume lebenswert bleiben. Die öffentliche Sicherheit, Sauberkeit, das Gesundheitswesen, Mobilität oder das Verwaltungswesen – kaum ein Aspekt bleibt in der Stadt der Zukunft von der Digitalisierung unberührt. Die Transformation vollzieht sich vor dem Hintergrund steigender Stadtbevölkerungen weltweit sowie einem wachsendem Ressourcenverbrauch. Warum Städte klüger werden müssen Das Schicksal der Weltbevölkerung entscheidet sich in der Stadt: Bereits heute lebt die Hälfte der Menschheit in urban geprägten Lebensräumen, bis zum Jahr 2050 sollen es sogar 70 Prozent sein. Angesichts dieses Wachstums werden Metropolen Hauptverursacher von Emissionen, Ressourcen- und Energieverbrauch sein. Auf Städte kommen damit gewaltige Aufgaben zu. Wie gut es in der Smart City mithilfe digitaler Technologien gelingen wird, nachhaltige Konzepte für das Zusammenleben zu entwickeln, davon hängt nicht weniger ab, als die Zukunft der Menschheit. Die Smart City dient dem Menschen Weltweit experimentieren Politik, Forschung und Industrie deshalb mit Ideen, um Städte zukunftsfest zu machen – smart eben. Rund 20 Milliarden Euro werden heute schon pro Jahr mit Smart-City-Technologien umgesetzt. Im Fokus stehen dabei komplexe Fragen: Wie lässt sich Mobilität aufrechterhalten ohne Individualverkehr und Abgasbelastung ausufern zu lassen? Wie schnell und effizient informiert und betreut die Verwaltung Bürger sowie Besucher? Wie ist es um die öffentliche Sicherheit, das Stadtbild und die Sauberkeit in urbanen Räumen bestellt? Technologie dient damit nicht als Selbstzweck, sondern ist dem Menschen, der sie anwendet, untergeordnet. Sie soll das Leben leichter machen, sicherer und gesünder. Kurz: lebenswerter. Praxisbeispiel Umwelt und Energie: Sensoren, die kontinuierlich die Luftqualität messen, die Daten weiterleiten und damit die Basis für intelligente Verkehrsleitsysteme bilden. Messgeräte, die für ein effizientes Smart-Waste-Management Füllstände in Abfallbehältern überprüfen und erst bei Bedarf die Leerung durch ein Abholfahrzeug veranlassen. Smarte Büro- und Wohnhäuser, die ihren Ressourcenbedarf autark erzeugen und ihre Überproduktion in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Stadtplaner und Entwickler arbeiten unter Hochdruck daran, Ressourcenverbrauch und Emissionen in der Smart City zu reduzieren. Praxisbeispiel Gemeinwesen: Anstehen im Bürgerbüro gehört in der Smart City der Vergangenheit an. Bürger melden sich stattdessen per App an ihrer neuen Adresse an und beantragen ihren neuen Reisepass über ein Web-Formular. Über Online-Petitionen lässt sich eine höhere Bürgerbeteiligung in die Tat umsetzen. Umgekehrt stellt die Stadtverwaltung online alle relevanten Informationen bereit: An welchen Streckenabschnitten stehen die Menschen gerade im Stau? Wie hoch ist die aktuelle Feinstaubbelastung? Aber auch: Was verspricht der Eventkalender für das kommende Wochenende? Die kluge Stadt erspart Bewohnern und Touristen Wege und schenkt ihnen Zeit. Praxisbeispiel Wirtschaft: Apps, die Bewerber und offene Stellen nach dem Tinder-Prinzip automatisch zusammenführen, Produktionslinien die auf die Mensch-Maschine-Kommunikation ausgerichtet sind, der Händler, der anhand einer Smartphone-ID weiß, wer da gerade seinen Laden betritt und wonach der Kunde zuvor im Online-Shop gesucht hat, intelligente Routenplanung in Logistik und Entsorgung – smarte Wirtschaft zielt nicht nur auf Tempo und Effizienz ab, sondern fördert auch die Individualisierung von Produkten, Dienstleistungen und Service. Daneben setzen Konzepte aus der Plattform-Ökonomie neue Impulse und motivieren Menschen mit Sharing-Ideen zu bewusstem Konsum. Praxisbeispiel Bildung und Gesundheit: Volkshochschule – dem Wort haftet der Geruch von getrocknetem Schweiß in Turnhallen an. Die Smart City bietet hingegen ein breites Angebot an Online-Lehrgängen und unterstützt ihre Bewohner darin, sich lebenslang weiterzubilden. Per App, Webinar oder Lernplattform mit anschließender Erfolgskontrolle. Und wenn es für Bikram Yoga doch die Turnhalle sein muss, meldet man sich zumindest elektronisch und mobil an. Gleichzeitig profitiert das Gesundheitswesen: Online lässt sich jederzeit abrufen, wo sich die nächste Klinik mit einer Notaufnahme befindet und welche Apotheke auch am Neujahrstag geöffnet hat. Termine in der Arztpraxis vereinbaren Patienten mit ihrem Smartphone. Alternativ können sie sich an einen Telemediziner wenden. Ob beim Psychologen oder Internisten - auch in Deutschland hat das E-Health-Gesetz den Weg frei gemacht für Videosprechstunden. Fazit Was ist eine Smart City? Mit den Möglichkeiten der Digitalisierung hat sich das Bild von der Stadt der Zukunft radikal gewandelt. Stand sie bis vor einigen Jahren noch für den Moloch, den sprichwörtlichen Großstadtdschungel, ist die Vision der Smart City an diese Stelle getreten. In der intelligent vernetzten Stadt sind Wohnen und Arbeiten kein Überlebenskampf - sondern ein Vergnügen. Die Smart City ist eine digitale Alleskönnerin im Dienste der Bevölkerung, die nahezu alle Lebensbereich umfasst. In ihr zu leben, verspricht eine hoffnungsvolle Zukunft: emissionsarm, ressourcenschonend, grün, gesund und zeitsparend.

Weiterlesen...

Binando und ZENNER Connect vereinbaren Partnerschaft

Tatjana Krieger
15. Mar 18

Zwei Digitalpioniere kooperieren Zwei Vorreiter für innovative IoT-Lösungen treten gemeinsam an, Abfallwirtschaft und Entsorgungswesen in Schweizer Städten und Gemeinden umzukrempeln: In Deißlingen im Schwarzwald besiegelten Binando und die ZENNER Connect AG mit Sitz in Regensdorf im Kanton Zürich nun ihre Zusammenarbeit. Moritz Pfeiffer, Martin Sigrist, Nikolaos Baltsios und Alex Nanzer (v.l.n.r.) präsentieren die Binando-Hardware: einen Füllstandssensor. Smart-City-Lösungen für die Schweiz Die Tochtergesellschaft der Minol-ZENNER-Gruppe betreibt die Switzercloud, die einen Smart-Anything-Ansatz verfolgt. Auf ihr laufen offene und technologieunabhängige Anwendungen für das Internet der Dinge. Da alle Daten ausschließlich in der Schweiz verarbeitet und gespeichert werden, bietet sie Nutzern aus Verwaltung und Privatwirtschaft größtmögliche Datensicherheit. Das Stuttgarter Startup Binando wird bei Pilotprojekten in der Schweiz künftig auf die technologische Infrastruktur der Switzercloud zurückgreifen. Gemeinden, Versorger, Containerhersteller und Entsorgungsunternehmen können sich somit darauf verlassen, dass die gesammelte Daten in vertrauenswürdigen Händen bleiben. Die Kooperation von Binando und ZENNER Connect macht den Weg frei für eine nachhaltige und effiziente Logistikplanung im Entsorgungswesen. Im Inneren von Müllcontainern montiert, messen Füllstandssensoren von Binando per Ultraschall, welche Behälter bereit für eine Leerung sind und funken die Daten zu den Switzercloud-Servern in Zürich. Die zur Smart-Waste-Lösung gehörende Software ermittelt automatisch und zuverlässig, welches am nächsten Tag die kürzeste und schnellste Abholroute ist. Indem Leerfahrten vermieden werden, sinken Kraftstoffverbrauch, Abnutzung der Abholfahrzeuge, Zeitaufwand und Emissionen.

Weiterlesen...